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Dia Belo - Irini
Ein Klavierstück von Iara Behs
www.iarabehs.com
„Dia Belo“(port.: „ein schöner Tag“) beschreibt, wie Menschen mit dem Frieden umgehen.
„Ich glaube, dass wir eigentlich immer in Frieden leben könnten, aber offenbar nicht in der Lage sind, Frieden dauerhaft zu erhalten“, meint die Komponistin Iara Behs. In der Titelunterschrift der Partitur fragt sie dann auch folgerichtig: “Peace is always with us, but what are we doing whit it?“.
Der Friede (hier durch den Morse-Code für das griechische Wort für Frieden „Irini“ dargestellt) ist das Thema des Werkes und erscheint im überwiegenden Teil des Stückes als rhythmische Basis in der linken Hand- wie ein Frieden, der uns ständig begleitet. In der rechten Hand entfalten sich die Variationen, die ebenfalls als Morse-Codes angelegt sind. Die ersten drei Variationen zeigen, wie die Menschen mit dem Frieden umgehen: „destruímos“ (wir zerstören), „ressentimos“ (wir bedauern oder auch: wir fühlen das Leid nochmals) und „reconstruímos“ (wir bauen wieder auf). Die 4. und letzte Variation ist durch die Übertragung des Themas „Irini“ auf die rechte Hand gekennzeichnet: Das Hauptthema „Frieden“ wird dadurch präsenter und fassbarer. Das Thema wird zuerst mit Erregung, danach mit lieblicher Ruhe und zuletzt tänzerisch dargestellt. Am Schluss wird das Thema wieder so aufgegriffen, wie am Anfang.
Parallel zu den Leitmotiven jeder Variation werden auch Nebenmotive eingearbeitet. Bei der 1.Variation („Wir zerstören“), lautet das Nebenmotiv „rimos“ („wir lachen“). Das Lachen hier ist schadenfroh und hämisch. Ein weiteres Nebenmotiv in dieser Variation ist „morte“ („der Tod“). Die 2. Variation „ressentimos“ („Wir bedauern / fühlen das Leid nochmals“) wird vom Nebenmotiv „sentimos“ („wir fühlen“) begleitet. In der 3. Variation „reconstruímos“ („wir bauen wieder auf“) hören wir nochmals das Nebenmotiv „rimos“, allerdings ist hier das Lachen glücklich und voller Enthusiasmus.
Ausser dem Thema, das auf dem Morse-Code des griechischen Worts „Irini“ basiert, wurden die weiteren Motive aus Worten der portugiesischen Sprache abgeleitet. Portugiesisch ist die Muttersprache der Komponistin. Der Titel „Dia Belo“ bedeutet „Ein schöner Tag“. An einem solchen schönen Tag möchte man in Frieden leben. Außerdem ist „Dia Belo“ eine phonetische Hommage an den Namensgeber des Kompositionswettbewerbs: „Diabelli“.
Die dritte Variation („wir bauen auf“) steigert das Werk zu seinem Höhepunkt in der 4 Variation. Die dritte Variation ist 4-stimmig aufgebaut: die Stimmen aller Menschen verbinden sich beim Wiederaufbau. Bei der 4. Variation („Irini“) befinden wir uns auf dem Gipfel, wir bejubeln den Frieden, können aber unser Glück nicht mehr steigern; wir haben alles aufgebaut und werden allmählich verwöhnt und ziellos.
Trotz aller Symbolik wurde darauf geachtet, dass dieses Musikstück die „Muse“ nicht verliert: es soll ein Stück „über den Menschen und den Frieden“ sein, das „für den Menschen“ geschrieben ist. Es soll vor allem einfach und für ein breites Publikum zugänglich bleiben. Das Werk wird durch verschiedene musikalische Stilrichtungen beeinflusst, die aus mehreren Teilen der Welt stammen: z.B. durch Jazz, südamerikanische Tanzmusik und traditionelle europäische Musik.
Beispiele der rhythmischen Motivdarstellung (in der Partitur gekennzeichnet):
Irini z.B Takt 1 bis 3, linke Hand; Takt 157 bis 159, rechte Hand, Oberstimme
Destruímos z.B. Takt 17 bis 22, Oberstimme
Rimos z.B. Takt 38 bis 39, o.S.; Takt 123 bis 125, Oberstimme
Morte z.B. Takt 34 und 45, r.H.
Ressentimos z.B. Takt 67 bis 72, r.H.
Sentimos z.B. Takt 80 bis 84, r.H.
Reconstruímos z.B. Takt 115 bis 122, Oberstimme
Thema und Variationen:
Das Thema „Irini“ und seine Variationen sind nicht im traditionellen Sinn verarbeitet. Der Morse-Code Irini formt ein rhythmisches Motiv, das nicht ausgelegt und variiert sondern durch seine Phasen variiert wird. Jede Variation ist eine Phase. Die erste Variation überführt Irini, den Frieden, in eine destruktive Stimmung. Die zweite Variation repräsentiert unseren Zwiespalt nach der Zerstörung: wir haben immer noch unseren Urwunsch nach Frieden, aber unsere Gefühle sind von Ressentiments geprägt; dabei schwindet uns allmählich die Kraft, wir haben alles verloren. Die dritte Variation nähert uns wieder an den Frieden an, der uns trotz allem immer noch begleitet: jetzt bauen wir das Zerstörte wieder auf und wir schöpfen neue Kraft. Die vierte Variation ist der Friede in vollem Ausdruck: wir haben unsere Erfahrung gemacht und leben jetzt im Frieden. Nur - das Leben im Frieden verwöhnt uns allmählich, wir werden unzufrieden. Zum Schluss stellt sich die Frage, ob der Friede für immer ohne „Variationen“ bleiben kann.
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Ein Klavierstück von Iara Behs
www.iarabehs.com
„Dia Belo“(port.: „ein schöner Tag“) beschreibt, wie Menschen mit dem Frieden umgehen.
„Ich glaube, dass wir eigentlich immer in Frieden leben könnten, aber offenbar nicht in der Lage sind, Frieden dauerhaft zu erhalten“, meint die Komponistin Iara Behs. In der Titelunterschrift der Partitur fragt sie dann auch folgerichtig: “Peace is always with us, but what are we doing whit it?“.
Der Friede (hier durch den Morse-Code für das griechische Wort für Frieden „Irini“ dargestellt) ist das Thema des Werkes und erscheint im überwiegenden Teil des Stückes als rhythmische Basis in der linken Hand- wie ein Frieden, der uns ständig begleitet. In der rechten Hand entfalten sich die Variationen, die ebenfalls als Morse-Codes angelegt sind. Die ersten drei Variationen zeigen, wie die Menschen mit dem Frieden umgehen: „destruímos“ (wir zerstören), „ressentimos“ (wir bedauern oder auch: wir fühlen das Leid nochmals) und „reconstruímos“ (wir bauen wieder auf). Die 4. und letzte Variation ist durch die Übertragung des Themas „Irini“ auf die rechte Hand gekennzeichnet: Das Hauptthema „Frieden“ wird dadurch präsenter und fassbarer. Das Thema wird zuerst mit Erregung, danach mit lieblicher Ruhe und zuletzt tänzerisch dargestellt. Am Schluss wird das Thema wieder so aufgegriffen, wie am Anfang.
Parallel zu den Leitmotiven jeder Variation werden auch Nebenmotive eingearbeitet. Bei der 1.Variation („Wir zerstören“), lautet das Nebenmotiv „rimos“ („wir lachen“). Das Lachen hier ist schadenfroh und hämisch. Ein weiteres Nebenmotiv in dieser Variation ist „morte“ („der Tod“). Die 2. Variation „ressentimos“ („Wir bedauern / fühlen das Leid nochmals“) wird vom Nebenmotiv „sentimos“ („wir fühlen“) begleitet. In der 3. Variation „reconstruímos“ („wir bauen wieder auf“) hören wir nochmals das Nebenmotiv „rimos“, allerdings ist hier das Lachen glücklich und voller Enthusiasmus.
Ausser dem Thema, das auf dem Morse-Code des griechischen Worts „Irini“ basiert, wurden die weiteren Motive aus Worten der portugiesischen Sprache abgeleitet. Portugiesisch ist die Muttersprache der Komponistin. Der Titel „Dia Belo“ bedeutet „Ein schöner Tag“. An einem solchen schönen Tag möchte man in Frieden leben. Außerdem ist „Dia Belo“ eine phonetische Hommage an den Namensgeber des Kompositionswettbewerbs: „Diabelli“.
Die dritte Variation („wir bauen auf“) steigert das Werk zu seinem Höhepunkt in der 4 Variation. Die dritte Variation ist 4-stimmig aufgebaut: die Stimmen aller Menschen verbinden sich beim Wiederaufbau. Bei der 4. Variation („Irini“) befinden wir uns auf dem Gipfel, wir bejubeln den Frieden, können aber unser Glück nicht mehr steigern; wir haben alles aufgebaut und werden allmählich verwöhnt und ziellos.
Trotz aller Symbolik wurde darauf geachtet, dass dieses Musikstück die „Muse“ nicht verliert: es soll ein Stück „über den Menschen und den Frieden“ sein, das „für den Menschen“ geschrieben ist. Es soll vor allem einfach und für ein breites Publikum zugänglich bleiben. Das Werk wird durch verschiedene musikalische Stilrichtungen beeinflusst, die aus mehreren Teilen der Welt stammen: z.B. durch Jazz, südamerikanische Tanzmusik und traditionelle europäische Musik.
Beispiele der rhythmischen Motivdarstellung (in der Partitur gekennzeichnet):
Irini z.B Takt 1 bis 3, linke Hand; Takt 157 bis 159, rechte Hand, Oberstimme
Destruímos z.B. Takt 17 bis 22, Oberstimme
Rimos z.B. Takt 38 bis 39, o.S.; Takt 123 bis 125, Oberstimme
Morte z.B. Takt 34 und 45, r.H.
Ressentimos z.B. Takt 67 bis 72, r.H.
Sentimos z.B. Takt 80 bis 84, r.H.
Reconstruímos z.B. Takt 115 bis 122, Oberstimme
Thema und Variationen:
Das Thema „Irini“ und seine Variationen sind nicht im traditionellen Sinn verarbeitet. Der Morse-Code Irini formt ein rhythmisches Motiv, das nicht ausgelegt und variiert sondern durch seine Phasen variiert wird. Jede Variation ist eine Phase. Die erste Variation überführt Irini, den Frieden, in eine destruktive Stimmung. Die zweite Variation repräsentiert unseren Zwiespalt nach der Zerstörung: wir haben immer noch unseren Urwunsch nach Frieden, aber unsere Gefühle sind von Ressentiments geprägt; dabei schwindet uns allmählich die Kraft, wir haben alles verloren. Die dritte Variation nähert uns wieder an den Frieden an, der uns trotz allem immer noch begleitet: jetzt bauen wir das Zerstörte wieder auf und wir schöpfen neue Kraft. Die vierte Variation ist der Friede in vollem Ausdruck: wir haben unsere Erfahrung gemacht und leben jetzt im Frieden. Nur - das Leben im Frieden verwöhnt uns allmählich, wir werden unzufrieden. Zum Schluss stellt sich die Frage, ob der Friede für immer ohne „Variationen“ bleiben kann.
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| Aufführung: | Registriert bei einer Verwertungsgesellschaft (GEMA, SUISA, AKM, VG etc.) |
| Instrumentierung: | |
| Anzahl Seiten: | 11 |
| Besuche: | 12453 |






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