Rolf Zürrer
Die klassische Kirchenorgel begleitet mich seit meiner Zeit am Gymnasium, wo mein Interesse für’s Instrument damals über einen Freifachkurs geweckt wurde. Ich hatte das Glück, am Schaffhauser Münster einen hervorragenden Lehrer zu haben, der mich einfühlsam in die Geheimnisse der Orgelwelt einführte und mir bald zum väterlichen Begleiter wurde, der mir aber auch schonungslos meine Leistungsgrenzen aufgezeigt hat. Auf seinen gut gemeinten Rat habe ich gehört und auf das Abenteuer eines Musikstudiums verzichtet. Das Ausleben meiner Leidenschaft für‘s Orgelspielen hat sich demzufolge bis zum heutigen Tag ausschliesslich in meiner Freizeit abgespielt, was mich zugegebenermassen immer wieder auch empfindlich geschmerzt hat. Zur umfassenden Beherrschung des Musikinstruments, losgelöst von Noten über die freie Improvisation hat es bei mir unter diesen Voraussetzungen nie gereicht. Die Redensart, dass die Fähigkeit, aus wenigem viel zu machen auch Kunst sei, hat mir geholfen, meinen Weg als Laienmusiker unbeirrt weiter zu verfolgen. Eine schöne Nische tat sich für mich auf, als ich begann, „artfremde“ Musikwerke auf die Orgel zu übertragen. Diese Tätigkeit hat mich irgendwann zu Musicalion geführt, wo ich mich mit meinen Veröffentlichungen gut aufgehoben fühle. Was ich hier "auf die virtuelle Reise" schicke, ist eine kleine Auswahl an Stücken, die ich grösstenteils in Gottesdiensten selbst vorgespielt habe. Es ist eine schöne Vorstellung für mich, diese Stücke in guter Gesellschaft zu wissen und dass eine gewisse Aussicht besteht, dass - wo auch immer - diese Musik andere Herzen zu erreichen vermag.
Vorbereitung zum nächsten Contest